Tipps zum Klettersteigkurs für Anfänger & Einsteiger

Heute geht es um das Thema Klettersteigkurs!

Ich werde dir erklären, worauf du achten solltest, damit du ein hochwertiges Erlebnis hast, und auch, wie damals meine eigenen ersten Erfahrungen waren.

Mein erster Anfänger Klettersteigkurs

Mein erster Klettersteigkurs 2013.

Brustgurt (Kombigurt), Seilbremse, „Selbstbau“-Karabiner. Nix mit moderner Sicherheitsausrüstung. Aber hey, zum Glück hatten wir nen Kletterhelm auf 😉

Ich war damals bei einem bewährten Bergführer, in den Allgäuer Alpen gewesen.

Eine bekannte Kletterschule, sogar mit einem selbst angelegten Haussteig, der nur für diese Schule selbst angelegt worden ist, mittlerer Schwierigkeit, also keiner der leichten Klettersteige!

Leider war es damals so, dass das erste Stück von diesem Weg, an einer ungesicherten Felsstelle entlang ging, was für mich als ungeübter Kletterer, dann doch etwas schwer zu meistern war.

Nun gut, man hangelt sich dann an einem heruntergelassenen Seilstück, dann doch hoch, bis man sich sicherheitshalber in das das Stahlseil eingeklinkt hatte.

Wir waren ungefähr 1 Stunde auf diesen unterwegs, und es war an sich wirklich eine sehr schöne Erfahrung in der Gruppe diesen schwitzend gemeistert zu haben!

Es wurde auch das Klettersteigset erklärt, an die Klettersteigausrüstung, erklärt, und an sich, fühlte man sich wirklich gut aufgehoben. Einen Klettersteighelm gab es auch und so sind wir eben gekraxelt.

Mittleres Niveau

Wir waren auf einem mittelschweren Klettersteig, was dem Bergführer sehr wichtig war!

Denn er meinte, anschließend, könnte man auch wirklich mittlere Steige gut einschätzen und viele Kletterschulen machen den Fehler, ihre Schüler auf ZU LEICHTE Steige zu führen – und ihnen damit ein falsches Sicherheitsbewusstsein mit auf dem Weg zu geben.

Und die üblichen Schulen würden Anfängern und Einsteiger nur auf leichte Wege führen, sodass sich diese später komplett überschätzen würden.

Auch viele Jahre später, gebe ich diesem Bergführer und seinem „Negativmarketing“ Recht. Seine Einschätzung, war absolut richtig, und auf seiner Hausrunde, entsprach auch wirklich mittleren Schwierigkeitsgraden.

Natürlich war ich unglaublich froh zuerst einen Kurs gemacht zu haben, und mich nicht blindlings, auf eigene Faust unterwegs gemacht zu haben.

Der Gefahr vielleicht nicht der Überschätzung, sondern der falschen Einschätzung der Schwierigkeitsgrade unterlag ich so später nicht!

Deswegen empfehle ich jedem Einsteiger:

  • Mache zuerst einen Kurs, mit einer Gruppe unterwegs.
  • Oder, suche dir zumindest jemanden, der ausgiebige Erfahrung hat, mit dem du deine ersten leichte Gehversuche wagst.

Es ist wichtig, dass der Schwächere oder Anfänger, voran klettert!

Die erfahrene Person, sich hinter diesem bewegt.

Denn, dann kann dieser, schauen, ob irgendwelche technische Fehler gemacht werden, oder auch bei Unsicherheiten, helfen, Kommandos, oder Unterstützung bieten

Fazit

Ich empfehle entweder einen Kurs, oder mit jemand erfahrenen unterwegs zu sein.

  • Schaue, dass die Bergschule dich NICHT auf einen „leichten Klettersteig“ schickt. Absolut Unnütz! Du bist mit einem idr. erfahrenen Bergführer unterwegs und in der Gruppe. Er sollte dich also mindestens auf einen mittelschweren Steig mitnehmen! Denn nur so, weißt du, was du dir zumuten kannst! A Steige sind dazu nicht geeignet! Empfehlenswert sind z.B. B oder B/C Steige!
  • Schaue, welche Klettersteigausrüstung benutzt wird! Seilbremse mit Bremsplatte? Nimm die Hände in die Hand und verlange dein Geld zurück!
  • Preislich solltest du für 2 Stunden Kurs schon ca 100 Euro investieren – alleine die Ausrüstung würde ausgeliehen schon 10€ kosten!
  • Achte auf gute Schuhe! Wenn du mit Turnschuhen ankommst, würde ICH dir einen Verweis geben und dich nicht mitnehmen!
  • Achte auf die Anweisungen des Führers!
  • Der schwächste der Gruppe klettert VOR!