Wer sich für den Klettersport interessiert, der kann einen Kletterkurs besuchen. Je nach Vorkenntnissen gibt es verschiedene Arten von Kursen, die den eigenen Erfahrungen entsprechen und so an der richtigen Stelle abholen.

Schnupperkurse für den ersten Eindruck

Für Menschen, die noch nie in ihrem Leben geklettert sind, bietet sich ein Schnupperkurs an. Ein solcher eignet sich hervorragend, um das Klettern einmal auszuprobieren und so festzustellen, ob es einem liegt. Ein solcher Kurs dauert in der Regel nur wenige Stunden. Entsprechend günstig ist der Kurs und es muss sich nicht gleich festgelegt werden.

Durchstarten mit Einsteigerkursen

Hat man jedoch Gefallen am Klettern gefunden, dann ist der Besuch eines Einsteigerkurses sehr zu empfehlen. Klettern ist eine Sportart, wo die eigene Unversehrtheit wesentlich von der Sicherungstechnik abhängt. Diese erlernt man im Einstiegskurs, welcher einige Tage dauert oder alternativ auch über mehrere Wochen zu einer festen Zeit stattfindet. Behandelt wird das richtige Anlegen der Ausrüstung, die Knoten und Sicherung, Partnercheck und Grundlagen der Klettertechnik. Nach dem Einstiegskurs steht Toprope-Schein des Deutschen Alpenvereins (DAV), welcher zum selbstständigen Klettern in allen Hallen in Deutschland benötigt wird.

Aufbaukurse zum Vertiefen

Mit den Grundkenntnissen aus dem Einstiegskurs und dem Kletterschein ist es dann möglich, eigenständig zu üben und die Technik weiter zu verbessern. Wenn dann irgendwann ein Plateau erreicht ist und man ohne Hilfe nicht mehr weiter kommt, gibt es auch die Möglichkeit zu Aufbaukursen. Diese widmen sich jeweils einem speziellen Thema und können dementsprechend nach den eigenen Herausforderungen ausgewählt werden. Es gibt beispielsweise Techniktrainings oder Vorstiegstraining sowie Übungen für das Klettern draußen am Fels.

Tüfteln an der Technik mit Techniktraining

Techniktrainings finden oft an der Boulderwand statt, da hier der Trainer besser hin sehen kann und direkt Tipps gibt. Es gibt einige Grundtechniken, die es zu erlernen gilt. Mit einiger Erfahrung merkt man selbst, welche Technik für einen Zug am besten ist. Jedoch gibt es auch individuelle Vorlieben und Körperproportionen, sodass keine Patentlösung existiert. Es ist also Kreativität gefordert.

Überhänge und co. mit Vorstiegskursen

Ein Vorstiegstraining kann mit dem Vorstiegsschein des DAV abgeschlossen werden. In einem solchen Kurs geht es vor allem darum, welche Besonderheiten beim Klettern und insbesondere auch beim Sichern im Vorstieg beachtet werden müssen. Teil davon kann auch ein Sturztraining sein. Während man sich beim Nachstieg theoretisch jederzeit ins Seil setzen kann und nicht so tief fällt, können es beim Vorstieg schon mal einige Meter Sturz sein. Das ist für einige Menschen nicht ganz leicht, jedoch kann man durch das Erlernen der Sicherungstechnik und Erfahrungen die Angst überwinden und Vertrauen schaffen.

Raus an den Fels: Alpine Kurse

Beim Kletterkurs für den Fels werden Besonderheiten für das Klettern in der Natur geschult. Dazu gehört der Aufstieg zum Fels oder Schutzausrüstung wie ein Helm, der vor herunterfallenden Steinen schützt. Außerdem sind die Abstände der Haken am Fels oft nicht so dicht beieinander wie in der Halle, so dass bei einem Sturz eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht. Selbstsicherungstechniken und die richtige Sicherung bei alpinen Mehrseillängenrouten gehören ebenfalls dazu und müssen geübt werden. Klettern am Fels ist im Prinzip etwas vollkommen anderes, und der Übergang vom der Halle zum Fels sollte nicht in Eigenregie, sondern zusammen mit einer erfahrenen Person erfolgen. Viele Sektionen des Alpenvereins bieten in ihrem Jahresprogramm Kurse für den Fels oder Ausfahrten zum Felsklettern für Einsteiger.

Gemeinsam geht es besser: Klettergruppen

Ein weiteres Angebot vieler Alpenvereine und Kletterhallen sind wöchentlich stattfindende Klettergruppen. Diese sind zwar kein Kurs in dem Sinne, doch kann im Austausch mit gleichgesinnten eine gute Routine geschaffen werden. Schließlich macht Übung den Meister! Mit anderen Leuten, die auf einem ähnlichen Level sind, kann man sich gegenseitig Tipps geben und voneinander lernen. Bei Kinder- oder Jugendgruppen ist auch immer ein Trainer dabei, der auf Fehler bei der Sicherungstechnik hinweist oder der Übungen anbietet, die man zusammen machen kann. Zum Klettern gehören immer mindestens zwei Leute, die sich gegenseitig sichern können. Auch für körperlich beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte gibt es inklusive Klettergruppen, wo die Gemeinschaft und der Spaß am Klettern im Vordergrund steht.

Wo finde ich aktuelle Angebote

Angebote für die erwähnten verschiedenen Kletterkurse gibt es bei der lokalen Kletterhalle. Mittlerweile gibt es in jeder mittleren und größeren Stadt eine oder mehrere Kletterhallen oder Boulderhallen. Kurse kann man direkt auf der Website buchen, oder es gibt ein Formular, um eine Nachricht zu schreiben. Jede Kletterhalle hat auch einen Anmeldungs- und Empfangstresen. Es kann also auch direkt der diensthabende Mitarbeiter angerufen werden, um einen Termin mit einem Trainer zu vereinbaren. Während es für Schnupperkurse und Einsteigerkurse oft feste Termine gibt, finden gerade auch Fortgeschrittenenkurse oft nur nach Bedarf und auf Nachfrage statt. Zusammen mit anderen Interessierten oder auch alleine kann man also für einen speziellen Vertiefungskurs Interesse bekunden.

Es gibt viele Möglichkeiten: Kletterkurse für jedermann

Klettern ist eine Sportart, die Spaß macht und den ganzen Körper fit hält. Das Gemeinschaftsgefühl und die Kreativität kommen auch nicht zu kurz. Wer sich für den Klettersport interessiert, kann verschiedene Kurse machen. Für jede Könnenstufe ist etwas dabei, vom Einsteiger der mal rein schnuppern möchte und sehen will, ob es die passende Sportart ist, bis hin zum Profi der an der Technik arbeiten will oder der neue Sicherungstechniken für den Vorstieg oder den Fels lernen möchte. Durch das breite Angebot und die vielen Angebote ist ein Einstieg heutzutage denkbar einfach. (Werbung)

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